Persistierende frühkindliche Reflexe

Jedes Kind wird mit frühkindlichen Reflexen geboren. Aber auch schon im Mutterleib steuern Reflexe erste automatische Bewegungen, die das Wachstum und die Hirnreifung fördern. Mit fortschreitender Gehirnreifung und damit einhergehender Entwicklung der willkürlichen Motorik müssen die frühkindlichen Reflexe jedoch abgebaut werden.

Bei Kindern mit Entwicklungsverzögerungen und Entwicklungsstörungen haben ungünstige Einflüsse diesen Abbauprozess jedoch beeinträchtigt. Dies bewirkt, dass Reste dieser frühkindlichen Reflexe in einem störenden Umfang bestehen bleiben und im Hintergrund „aktiv“ sind – sie „persistieren“. 

Weil dadurch bestimmte Bewegungsphasen nicht vollständig oder korrekt durchlaufen werden, die relevant sind für das Zusammenspiel und die Koordination aller Sinne (Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken), kann es in der Folge zu Auffälligkeiten in der Wahrnehmung, der Sprachentwicklung und letztlich auch im Lernen und Verhalten kommen. Oft zeigen diese Kinder dann die klassischen Symptome einer Hyperaktivität, eines Aufmerksamkeitsdefizits (ADS / ADHS) oder andere Verhaltensauffälligkeiten, die zu Misserfolgen in der Schule führen.

Zusätzlich kostet das Unterdrücken von nicht abgebauten Reflexen den Körper Energie. So kann der durch einen im Hintergrund noch existierenden frühkindlichen Reflex ausgelöste Impuls, z. B. bei der Drehung des Kopfes den gesamten Oberkörper mitzudrehen, unterdrückt (kompensiert) werden. Dies beeinflusst aber dennoch das neurologische Gesamtsystem und kostet Zeit und Kraft. Bestehen mehrere dieser „Energie-Lecks“, fallen diese Menschen häufig durch mangelnde Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit auf.

Weitere Informationen sowie Beispiele für den Einfluss von persistierenden frühkindlichen Reflexen auf die Entwicklung finden Sie hier:

http://www.inpp-peters.de/ursache-und-symptome.html

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