Warum „analoges“ Spielen so wichtig ist

Computer-Lernspiele, Video-, Tablet- und Onlinespiele, X-Box und Smartphone-Games – das Angebot an digitalen (Lern-)Spielen ist enorm und vielfältig. Und trotzdem sind sie keine Alternativen zu herkömmlichen Brett- und Kartenspielen. Warum ist das so?

Analoge Spiele bieten etwas, was selbst gut gemachte digitale Spiele nicht bieten können – den unmittelbaren sozialen Kontakt. Die virtuelle Kommunikation ist schnell, reduziert und oberflächlich. In einem analogen Spiel dagegen agieren wir direkt mit unseren Mitmenschen. Wir halten Blickkontakt, sehen die Reaktion der Mitspieler, entwickeln Empathie, genießen das Wir-Gefühl.

Analoge Spiele bieten zudem ein haptisches Erlebnis. Das Digitale kann man nur sehen oder hören, aber nicht anfassen. Karten ziehen, würfeln oder Spielfiguren schieben befriedigt wiederum unser natürliches Bedürfnis, Dinge zu berühren.

Sowohl analoge als auch digitale Spiele fördern das taktische Denken, Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit sowie die Kreativität. Aber nur in einem unmittelbaren Miteinander-Spielen lernen wir, zu interagieren, Gesten und Gefühlsäußerungen zu interpretieren, Rücksicht zu nehmen, Regeln einzuhalten oder mit Ärger umzugehen.

Außerdem geben uns Spiele das schöne Gefühl, im Hier und Jetzt zu versinken. Diesen Zustand nennen Psychologen „Flow“. Das vollkommene Aufgehen in einem Spiel lässt uns negative Gedanken und Befürchtungen vergessen und löst Glücksgefühle aus.

Also: spielen Sie mehr analog mit Ihren Kindern!

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