Wegweiser für einen angemessenen Umgang mit Medien

  • Dokumentieren Sie den Medienkonsum Ihres Kindes, um einen Überblick zu erhalten.
  • Erstellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind einen konkreten Plan, wann und wie lange welche Medien genutzt werden dürfen.
  • Schauen Sie Sendungen, PC-Spiele etc. gemeinsam mit Ihrem Kind an und sprechen Sie über die Inhalte.
  • Vermeiden Sie die Nutzung von Medien vor dem Schlafengehen (Musik oder kindgerechte Hörspiele ausgenommen).
  • Entwickeln Sie gemeinsam alternative Freizeitangebote (z.B. Spielplatz, Vorlesen, Gesellschaftsspiele, gemeinsames Singen / Musizieren).
  • Führen Sie eine „Langeweilekiste“ ein. Dort hinein kommen Spielideen und Beschäftigungsangebote für Ihr Kind, wenn es „sich langweilt“.
  • Ganz wichtig: seien Sie Vorbild für Ihr Kind!

 

Folgen von zu hohem Medienkonsum

Beim Sitzen vor einem Bildschirm (Fernseher, Computer, Spiele-Konsole) muss sich Ihr Kind nicht bewegen oder selbst kreativ werden. Daraus folgt:

 

  • Tast-, Greif- und Bewegungserfahrungen kommen zu kurz
    • Koordination entwickelt sich nicht altersgemäß
    • Muskelspannung wird nicht trainiert und ist zu niedrig
    • Probleme z.B. mit dem Gleichgewicht und der Körpereigenwahrnehmung
    • Übergewicht wird begünstigt

 

  • die Augen bekommen keine angemessenen Reize
    • räumliche Wahrnehmung wird zu wenig trainiert
    • die Augenmuskulatur reagiert nicht dynamisch auf verschiedene Entfernungen
    • Bewegungen der Augen sind unnatürlich klein / Augen stellen „starr“
    • Blickkontakt halten wird schwierig
    • schlechte Auge-Hand-Koordination
    • Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben

 

  • der Sprachstil ist von (Fernseh-)sendungen prägt
    • Sprachentwicklung verzögert sich, u. a. wegen zu geringem Vorstellungsvermögen
    • Wortschatz bleibt gering
    • Sprachverständnis ist eingeschränkt
    • Sprachliche (soziale) Interaktionen werden nicht ausreichend trainiert

 

  • auch das Gehirn leidet
    • das Langzeitgedächtnis wird beeinträchtigt
    • Konzentration und Handlungsplanung können nicht reifen
    • Ablenkbarkeit im Alltag erhöht sich

 

  • von uns als harmlos erachtete Inhalte können ein Kind belasten
    • Kinder beschäftigen sich intensiv mit dem Gesehenen, auch im Nachhinein
    • Aus emotionalen Inhalten können sich z.B. Ängste entwickeln
    • Nicht altersgerechte Inhalte werden nicht angemessen verarbeitet und führen zu Fehlverhalten, das die soziale Interaktion mit anderen Menschen belastet.

 

Lernwerk Ergotherapie

Celle
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